Benzin! (0272-3)

  • Deutsch
  • 1946-02-22
  • Dauer: 00:03:07

Beschreibung

Abstract:
Schweiz, Zollikofen, BE: Umschlagplatz für flüssige Treibstoffe, Benzin

Sequenzbeschrieb:
o.O. (Schweiz) – Zugedeckte Autos während Weltkrieg-II
Zollikofen, BE (Schweiz) – Rollender Tankzug (1946)
Zollikofen, BE (Schweiz) – Ortsschild bei Bahnhof
Zollikofen, BE (Schweiz) – Entnahme Benzinprobe aus Tankwaggon
Zollikofen, BE (Schweiz) – Waggons werden an Tankschläuche angeschlossen
Zollikofen, BE (Schweiz) – AA IA unterirdische Pumpstation mit Pipelines
Stockern, BE (Schweiz) – TT Fels mit militärischer Anschrift °Benzinhöhle-°Kriegslager
Stockern, BE (Schweiz) – Öffnung Betontüre zu °Benzinhöhle
Sihlbrugg, ZH (Schweiz) – Tanks im Freien
Zürich, ZH (Schweiz) – Destillations-Mischversuche in ETH-Labor
Zürich, ZH (Schweiz) – Test Versuchsmotor
Zürich, ZH (Schweiz) – Benzin-Lieferung durch Tanklastwagen an Tankstation
Zürich, ZH (Schweiz) – Tanken von Auto an Tankstelle
Zürich, ZH (Schweiz) – Zapfsäule
Zürich, ZH (Schweiz) – Abfahrt Auto mit ZH-Kennzeichen

Communiqué:
Zum ersten Mal durften die Einrichtungen für die Lagerung riesiger Benzinmengen gefilmt werden.

Begleittext:
Ein betrübliches Bild für Automobilisten – aber es gehört der Vergangenheit an. Heute rollen wieder genug Wagen mit Treibstoff in unser Land. Zum ersten Mal seit dem Krieg dürfen wir auf diesem Bahnhof filmen – wir sind auf dem Umschlagplatz für flüssige Treibstoffe. Für die folgenden Aufnahmen hätte man unseren Kameramann noch vor wenigen Monaten einsperren müssen. Von hier führt eine Pipeline einen Kilometer weit zur unterirdischen Pumpstation. Von der Pumpstation aus gelangt der Treibstoff in das fünf Kilometer entfernte Lager Stockern. Dieser Fels, ein alter Sandsteinbruch, deckt die grösste Benzinhöhle Europas. Die Anlage ist seit 1940 in Betrieb. 38 Millionen Liter Treibstoff sind hier eingelagert. Wegen Explosionsgefahr durften wir im Inneren des Felsens nicht filmen. Stellen Sie sich hinter dieser Türe 16 Kessel vor, wie sie in Sihlbrugg im Freien stehen. Zur Treibstoffbewirtschaftung gehörte die Verwendung von Ersatzstoffen, die in der Schweiz hergestellt werden. Man muss die Vorräte aufbrauchen; deshalb sind auch heute noch die Destillations- und Mischversuche in den Laboratorien der Eidgenössischen technischen Hochschule von Bedeutung. Hier werden die Gemische mit Versuchsmotoren geprüft – auf ihre Klopffestigkeit und auf ihre Leistung. Der Treibstoff strömt jetzt wieder in die Tankstationen; die grossen Lager wirken als Stauseen, die eine sofortige Aufhebung der Rationierung erlauben. Und dieser Vorgang, während des Krieges eine märchenhafte Seltenheit, wird wieder selbstverständlich. Fussgänger... Achtung: Die Fahrt ist frei!

Communiqué_0272.pdf
Dieses Dokument wurde mit der Unterstützung von Memoriav erhalten.