Hilfe für die Dakota C-53 (0288-2)

  • deutsch
  • 1946-11-29
  • Dauer: 00:04:34

Beschreibung

Abstract:
Schweiz, o.O., BE: Hilfe für notgelandetes US-Flugzeug Dakota-C53 auf Gauligletscher

Sequenzbeschrieb:
o.O., BE (Schweiz) – Flug Alpen
o.O., BE (Schweiz) – LA Dakota-C53 US-Flugzeug auf Gauligletscher
o.O., BE (Schweiz) – US-Kampfflugzeug Hilfsgüter abwerfend
o.O., BE (Schweiz) – LA Rettungskolonne im Schnee
o.O., BE (Schweiz) – Rettungsteam durch Schnee steigend
Meiringen, BE (Schweiz) – US-Soldaten herumstehend
o.O., BE (Schweiz) – Start "Fieseler-Storch" Propeller-Flugzeug
o.O., BE (Schweiz) – Landung "Fieseler Storch" auf Gletscher
o.O., BE (Schweiz) – Bergung US-Touristen
o.O., BE (Schweiz) – Frau und Sohn Ralph Tate (°Generalsgattin und °Dakota-°Pilot)
o.O., BE (Schweiz) – Start "Fieseler Storch" auf Schnee
Unterbach, BE (Schweiz) – Radio-Station im Freien
Unterbach, BE (Schweiz) – Statement General Haynes
Unterbach, BE (Schweiz) – Statement Victor Hug (°Hauptmann °Pilot)
Unterbach, BE (Schweiz) – Statement General Tate
Unterbach, BE (Schweiz) – Statement Jost und Reiss (°Rettungsteam)

Communiqué:
Die Kameraleute der S.F.W. haben die Rettungsaktion für die Passagiere des im Berner Oberland niedergegangenen amerikanischen Flugzeuges von der Luft und vom Boden aus unter grossen technischen Schwierigkeiten ausführlich verfolgt.

Begleittext:
Das amerikanische Flugzeug in Not, seit 4 Tagen in den ganzen Westalpen fieberhaft gesucht, ist entdeckt. Hier liegt es zwischen riesigen Spalten auf dem Gauligletscher, aufgenommen von unserem Operateur Robert Garbade aus einer Schweizer C-36. Ein amerikanischer Bomber begleitet uns und wirft Lebensmittel und Sanitätsmaterial ab. Die Rettungskolonne aus Meiringen ist seit 2 Uhr früh unterwegs. Da, unter uns, erblicken wir sie, winzig in der weissen Einöde. Der Kameramann René Boeniger begleitet für die Schweizer Filmwochenschau diese Kolonne über Lawinenhänge und tückische Spalten auf 13stündigem Aufstieg. Dabei gefriert seine Batterie; oben angekommen, kann er nicht arbeiten. Inzwischen entdecken wir vom Flugzeug aus 2 weisse Punkte: Wilhelm Jost und Ernst Reiss, die auf Skiern als erste die 12 angstvoll wartenden Passagiere der Dakota erreichen. Mit einem Ambulanzzug sind amerikanische Wintertruppen in die Schweiz gekommen. Sie müssen einsehen, dass auf Jeeps, selbst mit Raupenantrieb, unsere Gletscher nicht zu bezwingen sind. Jetzt warten sie etwas verlegen. Am anderen Morgen unternimmt von Unterbach aus ein Fieseler-Storch unserer Fliegertruppe den Versuch unterhalb der inzwischen aufgegebenen Dakota auf einer von den Rettungsmannschaften bezeichneten Stelle im Schnee zu landen. Das Unglaubliche gelingt – und jetzt ist die schnelle Bergung der Passagiere zum Greifen nahgerückt. Unser Operateur hat durch eine Fieseler-Maschine eine neue Batterie erhalten und kann einige Bilder von der einzigartigen Bergungsarbeit der Fieselerpiloten Hauptmann Hug und Major Hitz notieren. Die 12 Verunglückten, unter denen wir Mr. und Mrs. Mac Mahon mit ihrer 11jährigen Tochter bemerken, haben die 5 peinvollen Nächte in der bedrückenden, eisigen Stille tapfer überstanden. Sie sind nicht alle im gleichen Grade erschöpft. Mrs. Tate, die Frau des Generals, vermag am Arm ihres Mannes aufrecht das rettende Flugzeug zu erreichen; ihr Sohn, der Pilot der Dakota, hat eine leichte Kopfverletzung. Wir sind auf 2800 m Höhe. Wird der ausserordentlich kühne Abflug im Schnee gelingen? Die Maschine gleitet – sie schwebt... „Der Start ist gelungen! Wir kommen!“ Das grosse Ereignis läuft ab, als wäre es selbstverständlich. Der erste Gerettete, General Haynes, ist in Unterbach gelandet. Er hat unter der Kälte auf dem Gletscher gelitten. Hauptmann erklärt: Die Rettungsmannschaft signalisierte, ich solle mir das Landen aus dem Kopf schlagen. Aber ich hielt an meinem Plan fest. Der Landungsplatz war 25 m lang. General Tate, der am Freitag als einer der ersten die verunglückte Dakota überflogen hat, berichtet tief bewegt von der Rettung seiner Frau und seines Sohnes, des Piloten. Die beiden Fieseler-Störche fliegen einen Pendelverkehr Gauligletscher-Unterbach als wäre diese schwierige Leistung ein Spiel. Ein Schweizer Reporter wird vom Platz gezerrt. Sergeant Folson wird mit erfrorenen Füssen ins Spital geführt; nicht gefährlich, sagt man uns. Unermüdlich führen die beiden Piloten neue Gerettete den Ambulanzen zu. Sie haben, unterstützt von den tapferen und zähen Rettungsmannschaften, deren Spitzenläufer Jost und Reiss mit Recht von allen beglückwünscht werden, einem schweren Unglück eine glückliche Wendung gegeben.

Communiqué_0288.pdf
Dieses Dokument wurde mit der Unterstützung von Memoriav erhalten.
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