Der 18. Automobilsalon in Genf (0332-2)

  • Deutsch
  • 1948-03-19
  • Dauer: 00:03:02

Beschreibung

Abstract:
Schweiz, Genève, GE: 18. Autosalon

Sequenzbeschrieb:
Genève, GE (Schweiz) – AA Ausstellungshalle
Genève, GE (Schweiz) – Eröffnung durch BR-P Enrico Celio
Genève, GE (Schweiz) – Celio ausgestellte Oldtimer betrachtend
Genève, GE (Schweiz) – ausgestellte Nutzfahrzeuge, Motorboote, Fahrräder und Autos
Genève, GE (Schweiz) – Frau in US-Auto sitzend
Genève, GE (Schweiz) – Nino Farina (°Rennfahrer) im Sportauto im Freien fahrend
Genève, GE (Schweiz) – Personen aus französischem Kleinauto neben grosser Limousine im Freien aussteigend
Genève, GE (Schweiz) – niederländisches Automobil mit Plexiglas-Verdeck

Communiqué:
Die Genfer Autoschau ist nach der dieses Jahr verwirklichten Vergrösserung der Ausstellungsfläche, die bedeutendste und vollständigste Veranstaltung dieser Art in Europa. Bundespräsident Celio bei der Eröffnung. Uebersicht über bewährte und neueste Tendenzen im internationalen Autobau.

Begleittext:
Der Genfer Salon, eine der grössten und vollständigsten Automobilschauen der Welt, wurde am 11. März durch Bundespräsident Celio eröffnet. / Der erste Rundgang wurde von Gendarmen in grosser Uniform angeführt. Unser Verkehrsminister betrachtete aufmerksam die Entwicklungsformen eines Fahrzeuges, das bei der Gründung des Post- und Eisenbahndepartementes noch nicht einmal geboren war. Heute hat es schon eine fast ehrwürdige Tradition und tritt so vielgestaltig auf, / dass die Nutzfahrzeuge in Genf eine eigene grosse Halle erhielten, in der unsere Industrie brillant vertreten ist. / Hier hat man auch die geschmeidigen, grossen Motorboote, die Motorräder und die unübersehbare Schar von Fahrrädern ausgestellt, die, auch in ihrer motorisierten Form, von Jahr zu Jahr leichter werden. / Unter den Autos fallen durch Grösse und farbigen Glanz die Amerikaner auf; vollautomatische Schaltung ist eines der amerikanischen Ideale. Die heute noch oft überladenen Formen sollen einfacher, die Linien ruhiger werden, dem europäischen Geschmack angeglichen, wie ihn beispielsweise Schweizer Karrosseure vertreten. / Die mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten kämpfenden Italiener beweisen erstaunlich viel Initiative. Eine alte Firma zeigt diesen neuesten Luxuswagen mit Heckmotor. / Der schön geformte Zweisitzer lässt sich mit einigen Handgriffen in einen geräumigen Vierplätzer verwandeln. / Eine andere, erst nach dem Kriege gegründete Werkstätte stellt kleine Sportwagen aus, deren geschlossene und offene Form wir auf der Versuchsstrecke beobachten. Am Steuer: Der italienische Rennfahrer Farina. In voller Fahrt wurde der Geschwindigkeitsmesser aufgenommen: 160 Stundenkilometer! / Soweit Luxus und Sport – und nun zu den erschwinglichen Kleinwagen. Dieser französische Vorschlag / wurde inzwischen als Serienprodukt verwirklicht – ein Zwerg im Strassenbild, aber ein ausgewachsener Vierplätzer. / Andere französische Kleinwagenkonstrukteure verwenden Plexiglas für den Bau der Karosserie – warum die Fahrenden in dunkle Blechhüllen sperren? So hat auch eine neue holländische Konstruktion ein Verdeck wie eine Flugzeugkabine... zu indiskret, meinte eine junge Besucherin. / Die englischen Firmen bleiben bei der Tradition, aber das heisst bei ihnen nicht Stillstand. Die technischen Neuerungen verbergen sich bei den englischen Wagen oft hinter zurückhaltenden Formen, wie bei diesem sehr neuartigen Typ, der letztes Jahr erst als kleines Holzmodell in Genf vertreten war! / Der Genfer Salon ist dieses Jahr nicht eine Schau von Prototypen, sondern von Wagen, die man wirklich kaufen kann... kaufen könnte, oder kaufen möchte. /

Communiqué_0332.pdf
Dieses Dokument wurde mit der Unterstützung von Memoriav erhalten.