10 Jahre Kinderdorf Pestalozzi (0742-3)

  • Deutsch
  • 1956-10-26
  • Dauer: 00:05:10

Beschreibung

Abstract:
Schweiz, Trogen, AR: 10-Jahr-Jubiläum des Pestalozzi Kinderdorfs, Background (BG)

Sequenzbeschrieb:
Trogen, AR (Schweiz) – Geometer bei Landvermessung (um 1945)
Trogen, AR (Schweiz) – Bauarbeiter Hausgerüst aufstellend (um 1945)
Trogen, AR (Schweiz) – Aufrichtebaum wird auf Dach gebracht
Trogen, AR (Schweiz) – Kindergruppe vor Pestalozzidorf
Trogen, AR (Schweiz) – Fest für Eintritt schwedischer Kindergruppe
Trogen, AR (Schweiz) – Kinder bei Weihnachts-Vorbereitungen (1947)
Trogen, AR (Schweiz) – singende ungarische Kinder (1947)
Trogen, AR (Schweiz) – singende polnische Kinder (1947)
Trogen, AR (Schweiz) – Kinder beim Essen
Trogen, AR (Schweiz) – Kinder beim Schuluntericht
Trogen, AR (Schweiz) – Kinderdorf-Impressionen
Trogen, AR (Schweiz) – britische Kinder Haus beziehend (195009)
Trogen, AR (Schweiz) – Einweihung Gemeindehaus (1952)
Trogen, AR (Schweiz) – Einweihung Coccinella-Haus (195511)
Trogen, AR (Schweiz) – Walter Robert Corti (°Gründer) und Arthur Bill (°Dorfleiter) sich bei Jubiläums-Feier begrüssend (1956)
Trogen, AR (Schweiz) – Kinder-Theateraufführung

Communiqué:
Zum zehnjährigen Bestehen des von Walter Robert Corti mit Hilfe des ganzen Schweizervolkes ins Leben gerufenen Kinderdorfes für Kriegswaisen in Trogen zeigt die Schweizer Filmwochenschau mit Hilfe ihrer Archivaufnahmen die Entwicklung dieses Hilfswerkes, das auf begeisternde Art den Gedanken einer europäischen Gemeinschaft verwirklicht.

Begleittext:
Als die Geometer dieses Gelände bei Trogen im Kanton Appenzell ausmassen, / als die freiwilligen Helfer und die Arbeiter ans Werk gingen, um ein neues Dorf, das Kinderdorf Pestalozzi, zu bauen – da wurde Wirklichkeit, was wie ein kühner Traum begonnen hatte: / Ein Schweizerdorf entstand, das europäischen Kriegswaisen zur Heimat werden sollte. / Und es kamen die kleinen Franzosen, die Polen, die Oesterreicher, die Ungarn, die Hamburger, die Italiener, die Finnen, die Griechen, / und jedesmal war es ein Fest, wenn eine neue Kindernation in die Dorfgemeinschaft aufgenommen wurde. / Es kamen die ersten Adventsabende, und diese Kinder, denen der Krieg die Eltern geraubt und nichts als Furcht und Grauen beschert hatte, entdeckten das Geheimnis der einfachen Kinderfreuden, / lernten an das Wunder der Liebe glauben, fanden ihre alten Weihnachtslieder wieder. / Aber die kleinen Ungarn rief nach ihrer zweiten Dorfweihnacht ein Befehl in ihr Land zurück, / und auch die Polenkinder durften nicht länger in Trogen bleiben. / Aber das Leben im Dorf geht weiter. / In jedem Haus wohnen die Kinder einer Nation wie in einer grossen Familie. / Sie sprechen auch in Trogen die Sprache ihrer fernen Heimat. / Der Tischgemeinschaft stehen die Hauseltern vor, die auch die zu jedem Haus gehörende Schule führen. / Aber mag dem kleinen Rechner die Aufgabe schwer erscheinen – / der Dorfbuchhalter hat grössere Sorgen: Wer hilft ihm die Speisekammern füllen? 200 Kindern und ihren Erziehern muss der Tisch gedeckt werden. Dass es gelingt, ist wie ein Wunder: Freiwillige Spenden haben das Kinderdorf entstehen lassen, freiwillige Spenden erhalten es. / Auf die Hilfsbereitschaft des Schweizervolkes und der ausländischen Freunde dürfen die kleinen Kranken zählen – / wie die vierbeinigen Kameraden der Dorfkinder. / Das Dorf gedeiht: Im September 1950 beziehen, mit besonderer Wärme begrüsst, die ersten britischen Kinder ihr Haus. Und nachdem auch die Schweizerkinder eingezogen sind, wird im März 1952 das Gemeindehaus eingeweiht, wo die Vielfalt des nationenreichen Dorfes lebendig wird. / Nach der Tarantella der Italiener ist es an den Griechen, ihre Volkstänze zu zeigen. / Im November 1955 wird das vorläufig letzte Haus des Dorfes auf den Namen Coccinella, Glückskäfer, getauft. Hier werden schweizerische Schulklassen zu Gaste sein. / Im Herbst 1956 hat das Kinderdorf Pestalozzi in Trogen sein zehnjähriges Bestehen gefeiert. / Welch ein Freudentag ist das für den Gründer dieser europäischen Kinderföderation, den Schriftsteller Walter Robert Corti! / Der Dorfleiter, Arthur Bill, hat viele Gäste begrüsst, und die Kinder haben ein von Verena und Ernst Klug geschaffenes Spiel aufgeführt, in dem sie sich das "Tor der Welt" erbauen. / So erleben die Pestalozzikinder ihre Gemeinschaft: Sie öffnet ihnen, Vorurteile und Grenzen überwindend, das Tor in die Welt. /

Communiqué_0742.pdf
Dieses Dokument wurde mit der Unterstützung von Memoriav erhalten.