Die Tragödie am Mont-Blanc (0753-1)

  • Deutsch
  • 1957-01-11
  • Dauer: 00:02:30

Beschreibung

Abstract:
Frankreich, o.O.: Tod der Alpinisten Jean Vincendon und François Henry am Montblanc nach vergeblichen Rettungsversuchen

Sequenzbeschrieb:
Chamonix (Frankreich) – Schwenk Berge, fliegender Sikorsky-Helikopter
o.O. (Schweiz) – Flug Rega-Rettungshelikopter und Landung auf Schneefeld (Archiv)
o.O. (Frankreich) – Bergsteigergruppe am Montblanc auf aperem Gletscher Weg zwischen Spalten suchend (Archiv)
o.O. (Frankreich) – Demo Rettungs-Weg auf sw-Foto
Chamonix (Frankreich) – NN Rückkehr Rettungsteam mit Lionel Terray (°Alpinist)
Chamonix (Frankreich) – Flug Alouette-Helikopter, Flug über Helikopterwrack und Vallothütte
o.O., VS (Schweiz) – Flug und Gletscher-Landung Hermann Geiger im Monte-Rosa-Massiv (Archiv)
Chamonix (Frankreich) – Ankunft Helikopter, Angehörige ankommende Rettungsleute umarmend
Chamonix (Frankreich) – verletzte Retter

Communiqué:
Die Rettungsversuche, durch die man von Chamonix aus die Alpinisten Vincendon und Henry dem Bergtod entreissen wollte, haben auch in der Schweiz grösstes Aufsehen erregt. Die in Chamonix gemachten Aufnahmen werden in unserer Reportage durch Archivaufnahmen von der Arbeit der Schweizerischen Rettungsflugwacht und von Gletscherlandungen Hermann Geigers ergänzt, dessen Hilfsangebot, wie viele glauben, zu spät angenommen wurde.

Begleittext:
Um zwei junge Alpinisten aus den Winterstürmen des Mont-Blanc zu retten, hat die französische Luftwaffe Sikorsky-Helikopter aufgeboten, die versuchen sollen, in der Nähe der erschöpften Bergsteiger zu landen. / Wie eine Helikopterlandung im Schnee aussieht, sehen wir während einer früher gedrehten Hebung der Schweizer Rettungsflugwacht. Der Schneestaub verdeckt jede Sicht. / Andere, im Sommer gedrehte Aufnahmen zeigen, dass auch unter günstigsten Verhältnissen eine Rettung zu Fuss im Eislabyrinth des Mont-Blanc keine Kleinigkeit ist. Der berühmte Lionel Terray hat mit Genfer Bergsteigern diesen Weg zu erschliessen versucht, um zu den auf dem Grand Plateau festgehaltenen Opfern Vincendon und Henry zu gelangen. / Aber Sturm und Neuschnee haben Terray und seine Genfer Freunde zurückgetrieben - für diesen klassischen Weg der Rettung ist es zu spät. / Die Armee versucht es mit Alouette-Helikoptern. / Eine Sikorskimaschine ist beim Landungsversuch zerschellt -in ihre Trümmer hat man Vincendon und Henry notdürftig gebettet; / zwei Piloten und sechs Bergführerschüler haben sich in der wenig höher gelegenen Vallothütte geborgen. / Hätte man den Walliser Gletscherpiloten zu Hilfe rufen sollen? Wir sehen Hermann Geiger bei einem seiner Flüge - / nicht im Gebiet des Mont-Blanc, der zwei junge Menschen seit Tagen gefangen hält, / sondern im Monte Rosa Massiv, wo Geiger eine seiner berühmten Gletscherlandungen zeigt, unter viel besseren Bedingungen freilich, als sie auf dem Mont-Blanc herrschten. / In Chamonix hält man sich an die Helikopter, denen es gelungen ist, die in der Vallothütte Eingeschlossenen ins Tal zu bringen. / Vincendon und Henry sind sicher der Kälte erlegen. Darf man neue Menschenleben gefährden, um ihre Leichen zu bergen? Auch die Retter waren in Lebensgefahr. Mit welchen Gefühlen finden sie ihre Familien wieder! / Major Santini ist verletzt; / Adjudant Blanc leidet unter Erfrierungen. Die Bergungsaktion muss abgebrochen werden und die Eltern von Vincendon und Henry trauern um ihre Söhne, die sie niemals lebend wiedersehen werden. /

Communiqué_0753.pdf
Dieses Dokument wurde mit der Unterstützung von Memoriav erhalten.