Architektonische Schönheit im Dienste von fünf Kontinenten (1247-2)

  • deutsch
  • 1967-01-27
  • Dauer: 00:02:12

Beschreibung

Abstract:
Schweiz, Genève, GE: Porträt Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Sequenzbeschrieb:
Genève, GE (Schweiz) – AA Hauptsitz WHO
Genève, GE (Schweiz) – IA Nebengebäude, Tagung Exekutivrat WHO
o.O. (Bolivien) – Ärztin Indios unterrichtend
o.O. (Bolivien) – Medizinmann Eidechsen-Trunk herstellend
o.O. (Nigeria) – Mann Pestizide versprühend
o.O. (Nigeria) – Mann Insekten einsammelnd
o.O. (Nigeria) – Arzt Insekten untersuchend
o.O. (Afghanistan) – Arzt Männer mit Mittel einsprühend
o.O. (Thailand) – Lepra-Kranke am Boden sitzend
o.O. (Burma) – Arzt SchülerInnen zu Krankenpflegern ausbildend

Communiqué:
Das 1966 eingeweihte, hochmoderne Gebäude der Weltgesundheitsorganisation in Genf beherbergt gegenwärtig den 24-köpfigen Exekutivrat, das "Gehirn" dieser UNO-Filiale. Die Delegierten beglückwünschen sich zu dem einzigartigen Rahmen, in welchem ihre Arbeit nun vonstatten geht. Sie wirken für die Völker in Uebersee, die die medizinische Hilfe dringend benötigen. Mit Aufnahmen aus Bolivien, Nigerien, Burma usw.

Begleittext:
Der elegante, hochmoderne Hauptsitz der Weltgesundheitsorganisation ist das Meisterwerk der Waadtländer Architekten Tschumi und Bonnard. / Seine kühnen Lösungen passen ideal in die Genfer Landschaft hinein. / In einem eigens für den Exekutivrat reservierten Nebengebäude debattieren gegenwärtig die wichtigsten Persönlichkeiten dieser spezialisierten Organisation der UNO über die Fortführung der weltweiten Hilfe an die in ihrer Gesundheit gefährdeten Völker. / Wie sieht diese Hilfe in der Praxis aus? In Bolivien beispielsweise kämpfen Aerzte und Pflegerinnen oft vergeblich gegen Un- und Aberglauben. / Hinter den Furchen dieser Indianergesichter verbergen sich Abgründe von Misstrauen, Enttäuschungen und Leiden. / Flösst ihnen der Medizinmann mit dem Eidechsentrunk mehr Vertrauen ein als die weissen Kittel aus der Fremde, die alles besser wissen wollen? Andernorts stellt sich der Wille zur Zusammenarbeit auf Seiten der Eingeborenen zum Glück viel schneller ein. In diesem Dorfe Nigerias, im Zentrum des schwarzen Kontinents, wird eine Grossjagd auf Mücken und Fliegen, die Träger des gefährlichen Sumpffiebers, veranstaltet. / Unter der Anleitung eines indischen Arztes wird das Ungeziefer fein säuberlich eingesammelt, gezählt, verpackt und.. zur weiteren Untersuchung nach London expediert. / In Afghanistan wütet der Kampf gegen Malaria und Typhus, der immer noch ein Drittel des Gesamtbudgets verschlingt. / In Thailand geht es um die Heilung der Leprakranken. / In Burma muss einem katastrophalen Aerztemangel beigesteuert werden. Schulen für Krankenhelfer und beschleunigte Medizinstudien stehen im Vordergrund. Man wagt kaum mehr daran zu denken, wie es ohne die Millionen der Weltgesundheitsorganisation um diese Länder bestellt wäre. /

Communiqué_1247.pdf
Dieses Dokument wurde mit der Unterstützung von Memoriav erhalten.
Kommentieren