Problem Wasser (1505-2)

  • deutsch
  • 1972-04-21
  • Dauer: 00:02:59

Beschreibung

Abstract:
Schweiz: Trockenperiode führt zu niedrigem Wasserstand in Seen und Flüssen

Sequenzbeschrieb:
o.O. (Schweiz) – Kleiner Wasserlauf in Flussbett, Steine
o.O., TG (Schweiz) – Angebundene Schiffe im Hafen im Trockenen
o.O., TG (Schweiz) – Niedriger Seespiegel des Bodensees, Steg im Trockenen stehend
o.O., TG (Schweiz) – Platte mit Wasserstand von 1838
Stein am Rhein, SH (Schweiz) – Trockenes Rhein-Flussbett
Stein am Rhein, SH (Schweiz) – Mann zu Fuss unterwegs auf die Insel Werd
o.O., GE (Schweiz) – Freiwillige beim Einsammeln von Abfall am Genfersee-Ufer bei niedrigem Wasserstand
o.O. (Schweiz) – Fluss-Kraftwerk in ausgetrocknetem Flussbett
Neuhausen am Rheinfall, SH (Schweiz) – Rheinfall mit kleiner Wassermenge
o.O. (Schweiz) – Kanufahrer über Flussschnelle fahrend, Stürze

Communiqué:
Weite Strecken der Schweiz sind trotz gelegentlicher Regenfälle von einem beängstigenden Wassermangel bedroht. Dabei kommt - einmal mehr - der Verschmutzungsgrad unserer Seen zum Ausdruck, denn an den Ufern bleiben grosse Mengen Unrats zurück. Selbst der legendäre Rheinfall ist nur mehr ein kleines Rinnsal - nur dem Genfer Kanuclub gelingt es trotzdem, auf der Aubonne die Sprungtechnik zu üben.

Begleittext:
Schon das Jahr 1971 war sehr trocken; doch nun scheint sich diese Periode recht auszudehnen, denn seit Wochen herrscht in der Schweiz eine ungewöhnliche Niederwassersituation. Die auffallendsten Werte werden wohl am Bodensee gemessen. Der Seespiegel liegt weit unter dem Normalniveau und erreichte zeitenweise den niedrigsten Stand seit 1838. // Die Abflussmenge des Rheins beträgt kaum mehr die Hälfte des normalen Monatsmittels, so dass selbst die Insel Werd leicht zu Fuss erreicht werden kann. // Diese Trockenperiode wird denn auch verschiedenenorts dazu benützt, die Seeufer zu reinigen. So halfen an die 600 Personen, den Genfersee bei der Rhonemündung von Zivilisationsunrat zu befreien. Traurig stimmt nur, dass es stets die Jüngsten unseres Landes sein sollen, die den Dreck der Alten wegräumen müssen. // Immerhin, die vielen jungen Arme trugen volle 60 Tonnen Abfälle zusammen. Doch die Hauptgefahr bleibt bestehen: Das Wasser selbst ist bald unrettbar verschmutzt. // Wie weit sich der Wassermangel auf unsere Stromversorgung auswirken wird, werden wir in Mahnungen noch zu hören bekommen. Selbst der legendäre, gischtsprühende Rheinfall ist zur Zeit als Touristenattraktion ein Reinfall. // Erstaunlich bei all dem Wassermangel ist, dass der Kanuclub Genf trotzdem Gelegenheiten findet, seine Nachwuchsmitglieder auf die Tücken des Wildwasserfahrens vorzubereiten. Bei einer Wassertemperatur von 8 Grad über eine 4 Meter hohe Flussschnelle zu paddeln, braucht eine heitere Lebensauffassung. Auch hier gilt: Nur wer den Kopf kühl behält, kommt immer wieder nach oben. //

Communiqué_1505.pdf
Dieses Dokument wurde mit der Unterstützung von Memoriav erhalten.
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