Auch Alphornbläser haben's schwer... (1509-1)
- deutsch
- 1972-05-19
- Dauer: 00:05:29
Beschreibung
Abstract:
Schweiz, o.O.: Alphorn und Alphornbläser
Sequenzbeschrieb:
o.O. (Schweiz) – Alphornbläser in Alphornschule
o.O. (Schweiz) – Lehrer an Wandtafel Natur-Töne erläuternd
o.O. (Schweiz) – Alphorn-Schüler übend
o.O. (Schweiz) – Alphorn-Schüler mehrstimmig spielend
Paris (Frankreich) – Alphornbläser mit Alphorn unter Eiffelturm hindurch gehend
Paris (Frankreich) – Alphornbläser Stadtrundgang machend
Paris (Frankreich) – Alphornbläser in Opernhaus gehend
Paris (Frankreich) – AA Schweizerische Verkehrszentrale
Paris (Frankreich) – Eröffnung Verkehrszentrale
Paris (Frankreich) – Gäste im Foyer stehend
Paris (Frankreich) – Alphornbläser Josef Molnar auf Bühne stehend und mit Orchester musizierend, Jean Daetwyler dirigierend
Communiqué:
Das Alphorn, für viele echtes Symbol des "Kuhschweizers", hat heute mehr Freunde als je zuvor. Der Zustrom zu den "Alphorn-Schulen" allein ist schon Beweis genug dafür. Doch daneben gilt das Alphorn auch als salonfähiges Konzertinstrument. Nach einer etwas umständlichen Reise durch halb Europa und Russland gelangte ein solches Alphorn in den grossen Saal des Grand Hotel von Paris, wo es als Soloinstrument im Konzert für Alphorn und Orchester von Jean Dätwyler brillierte. Dass damit für den Tourismus geworben wurde, versteht sich von selbst.
Begleittext:
Wer glaubt, um das Alphorn blasen zu können, reiche eine Alp und frische Bergluft, irrt sich. Auch Folklore will gepflegt sein, und heute mehr denn je. So hat sich in der Zentralschweiz eine eigentliche Wanderschule gebildet, die sich die Kunst des Blasens auf dem "Horn ohne Klappern" zum Ziele gesetzt hat. Dazu gehört eine gute Kenntnis der Theorie, in diesem Fall die Lehre der Naturtöne. // Ob zwischen dem Crescendo des Alphorns und der Anzahl der dadurch herbeigelockten Touristen ein direkter Zusammenhang besteht, ist ungewiss. Gewiss ist nur, dass es auch in dieser Kunst nicht ohne Ausdauer und gute Lunge geht. // Früher galt das Alphorn als das Instrument des Einzelgängers. Aber hier haben sich Wandlungen vollzogen. Heute ist man danach bestrebt, möglichst auch mehrstimmig zu spielen. Bis der Ton lupenrein ist, braucht es allerdings gerade bei diesem Instrument mehr Uebung, als der Laie mithin annimmt. // Nun sind wir aber bereits so weit, dass der Alphornbläser, der die Meisterklasse absolviert hat, von Glanz überschüttet durch die Welt ziehen kann. // Von Paris aus kann er leicht nach Rom gelangen, doch auch in den Weiten Russlands ist er ein gern gesehener Gast. // Es ist sehr wohl möglich, dass er irgendwann einmal in Argentinien auftaucht // oder dass er einen Abstecher nach Ostdeutschland macht, // um später recht schnell in der Krim unterzutauchen. // Doch so recht wohl fühlt er sich anscheinend nur in Paris, wo auf dem Gebiet der Kunst fast alles möglich ist. // Als Einzelgänger und selbstbewusster Künstler sucht er in der Oper Schutz vor dem Chaos, das mit offiziellen Anlässen verbunden ist. Denn auch die Eröffnung der neuen Räumlichkeiten für die schweizerische Verkehrszentrale findet im gewohnten Rahmen statt. Wachen, verlegene Mädchen, Bänder, Scheren, Persönlichkeiten - alles gemäss Protokoll. // Lange Zeit macht es den Anschein, als befänden sich die geladenen Gäste auf der Suche nach dem eigenwilligen Alphornbläser. Nicht etwa, dass sich die Prominenz gegenseitig beschuldigen würde, ein Alphorn versteckt zu haben, doch die Stimmung ist gespannt. Andererseits wäre es doch verwunderlich, wenn bei einem solchen Pauschal-Arrangement nicht auch noch das obligate Alphorn inbegriffen wäre, und prompt schallt es von weitem... // Immerhin hatte es diese Eröffnung möglich gemacht, für einmal das Alphorn in seiner wohl nobelsten Form zu zeigen: Der Solist Jozsef Molnar interpretierte ein ihm gewidmetes, von Jean Daetwyler komponiertes Konzert für Orchester und Alphorn, das er selbst dirigierte. Dieses Konzert ist ein Beweis dafür, dass selbst altbewährte touristische Propagandamittel salonfähig gemacht werden können. //
Communiqué_1509.pdf
Schweiz, o.O.: Alphorn und Alphornbläser
Sequenzbeschrieb:
o.O. (Schweiz) – Alphornbläser in Alphornschule
o.O. (Schweiz) – Lehrer an Wandtafel Natur-Töne erläuternd
o.O. (Schweiz) – Alphorn-Schüler übend
o.O. (Schweiz) – Alphorn-Schüler mehrstimmig spielend
Paris (Frankreich) – Alphornbläser mit Alphorn unter Eiffelturm hindurch gehend
Paris (Frankreich) – Alphornbläser Stadtrundgang machend
Paris (Frankreich) – Alphornbläser in Opernhaus gehend
Paris (Frankreich) – AA Schweizerische Verkehrszentrale
Paris (Frankreich) – Eröffnung Verkehrszentrale
Paris (Frankreich) – Gäste im Foyer stehend
Paris (Frankreich) – Alphornbläser Josef Molnar auf Bühne stehend und mit Orchester musizierend, Jean Daetwyler dirigierend
Communiqué:
Das Alphorn, für viele echtes Symbol des "Kuhschweizers", hat heute mehr Freunde als je zuvor. Der Zustrom zu den "Alphorn-Schulen" allein ist schon Beweis genug dafür. Doch daneben gilt das Alphorn auch als salonfähiges Konzertinstrument. Nach einer etwas umständlichen Reise durch halb Europa und Russland gelangte ein solches Alphorn in den grossen Saal des Grand Hotel von Paris, wo es als Soloinstrument im Konzert für Alphorn und Orchester von Jean Dätwyler brillierte. Dass damit für den Tourismus geworben wurde, versteht sich von selbst.
Begleittext:
Wer glaubt, um das Alphorn blasen zu können, reiche eine Alp und frische Bergluft, irrt sich. Auch Folklore will gepflegt sein, und heute mehr denn je. So hat sich in der Zentralschweiz eine eigentliche Wanderschule gebildet, die sich die Kunst des Blasens auf dem "Horn ohne Klappern" zum Ziele gesetzt hat. Dazu gehört eine gute Kenntnis der Theorie, in diesem Fall die Lehre der Naturtöne. // Ob zwischen dem Crescendo des Alphorns und der Anzahl der dadurch herbeigelockten Touristen ein direkter Zusammenhang besteht, ist ungewiss. Gewiss ist nur, dass es auch in dieser Kunst nicht ohne Ausdauer und gute Lunge geht. // Früher galt das Alphorn als das Instrument des Einzelgängers. Aber hier haben sich Wandlungen vollzogen. Heute ist man danach bestrebt, möglichst auch mehrstimmig zu spielen. Bis der Ton lupenrein ist, braucht es allerdings gerade bei diesem Instrument mehr Uebung, als der Laie mithin annimmt. // Nun sind wir aber bereits so weit, dass der Alphornbläser, der die Meisterklasse absolviert hat, von Glanz überschüttet durch die Welt ziehen kann. // Von Paris aus kann er leicht nach Rom gelangen, doch auch in den Weiten Russlands ist er ein gern gesehener Gast. // Es ist sehr wohl möglich, dass er irgendwann einmal in Argentinien auftaucht // oder dass er einen Abstecher nach Ostdeutschland macht, // um später recht schnell in der Krim unterzutauchen. // Doch so recht wohl fühlt er sich anscheinend nur in Paris, wo auf dem Gebiet der Kunst fast alles möglich ist. // Als Einzelgänger und selbstbewusster Künstler sucht er in der Oper Schutz vor dem Chaos, das mit offiziellen Anlässen verbunden ist. Denn auch die Eröffnung der neuen Räumlichkeiten für die schweizerische Verkehrszentrale findet im gewohnten Rahmen statt. Wachen, verlegene Mädchen, Bänder, Scheren, Persönlichkeiten - alles gemäss Protokoll. // Lange Zeit macht es den Anschein, als befänden sich die geladenen Gäste auf der Suche nach dem eigenwilligen Alphornbläser. Nicht etwa, dass sich die Prominenz gegenseitig beschuldigen würde, ein Alphorn versteckt zu haben, doch die Stimmung ist gespannt. Andererseits wäre es doch verwunderlich, wenn bei einem solchen Pauschal-Arrangement nicht auch noch das obligate Alphorn inbegriffen wäre, und prompt schallt es von weitem... // Immerhin hatte es diese Eröffnung möglich gemacht, für einmal das Alphorn in seiner wohl nobelsten Form zu zeigen: Der Solist Jozsef Molnar interpretierte ein ihm gewidmetes, von Jean Daetwyler komponiertes Konzert für Orchester und Alphorn, das er selbst dirigierte. Dieses Konzert ist ein Beweis dafür, dass selbst altbewährte touristische Propagandamittel salonfähig gemacht werden können. //
Communiqué_1509.pdf
Dieses Dokument wurde mit der Unterstützung von Memoriav erhalten.
19667 Dokumente im Bestand
Kommentieren
Fragen oder Anmerkungen
Neuen Kommentar schreiben