Die Broker (1549-1)

  • Deutsch
  • 1973-03-16
  • Dauer: 00:06:03

Beschreibung

Abstract:
Schweiz, o.O.: Porträt Börsenmakler-Broker

Sequenzbeschrieb:
o.O. (Schweiz) – Kind Sparschwein zum Bank-Schalter bringend
o.O. (Schweiz) – Mädchen mit Schalterbeamtem sprechend
Lausanne, VD (Schweiz) – Börsenhändler im Grossraumbüro
Lausanne, VD (Schweiz) – Devisenkurse an Tafel
Lausanne, VD (Schweiz) – Broker telefonierend
Lausanne, VD (Schweiz) – GPL Devisenhändler-Gesichter telefonierend
Genève, GE (Schweiz) – US-Broker in Niederlassung (mit °New °York Börse) telefonierend
o.O. (Schweiz) – Devisenhändler-Börsenmakler telefonierend
o.O. (Schweiz) – Telexistin Telex eingebend
Genève, GE (Schweiz) – Broker am Börsenring herumschreiend
New York (USA) – IA Börse mit Brokern
Tokio (Japan) – Broker-Gewimmeln in Börse

Communiqué:
(Ein Beitrag realisiert für die Schweizer Filmwochenschau von Hermann Wetter.) "Bonn gerät in den Devisen-Zugszwang", "Zweite Dollars-Abwertung innert 14 Monaten", "Stärkste Teuerung seit Monaten", "Der Franken flottiert weiter", "Dollar unter Verkaufsdruck", Devisenmärkte geschlossen", so tönt es seit Monaten aus dem audio-visuellen Informationswald. Wer aber sind eigentlich diese anonymen, unbekannten Geister, die hinter unscheinbaren Kulissen mit Währungen und Papieren handeln als gelte es, eine Schlacht zu schlagen? Ein Bericht über die Tätigkeiten an Devisenmärkten und Börsenringen spiegelt etwas von der Atmosphäre an diesen "Barometern" der Wirtschaft. (Zum Teil aus dem Ausland bezogen)

Begleittext:
Für den kleinen Mann von der Strasse bildet der Gang mit dem Sparschwein zur Bank wohl die geläufigste Art von Finanzgeschäft. Doch die eindrücklichsten Geldgeschäfte wickeln sich in einer Form und Atmosphäre ab, die für den Laien nicht ohne weiteres durchschaubar sind. // In diesem Devisenhändlerbüro in Lausanne kommen Angebote und Nachfragen nach europäischen Währungen und Dollars von Banken aus aller Welt zusammen. Mit den täglichen Schwankungen des Dollars schwanken auch die anderen Währungen. Dank der automatischen Ausrechnung der Paritäten und der elektronischen Anschlagetafeln, wie sie sonst nirgends auf der Welt existieren, können sämtliche Operationen ohne Verzug durchgeführt werden. // Jährlich werden hier mehrere Milliarden Dollar umgesetzt. // Eine andere Möglichkeit, grosse Geldmengen umzusetzen ohne jemals Geld berühren zu müssen, ist der Handel an der Aktien- und Rohstoffbörse in New York. Die Broker der Genfer Niederlassung einer amerikanischen Firma schliessen täglich ab 16 Uhr mit der New Yorker Börse ihre Geschäfte ab. Ihre Informationen beziehen sie laufend über Bildschirm aus einem in den USA eigens dafür installierten Computer. // Diese Broker handeln im Auftrag von Schweizer Banken, welche ihnen die Aufträge ihrer Kunden übermitteln. // Der Auftrag geht per Telex direkt an die New Yorker Börse. Nach anderthalb Minuten wird dann der Handel bestätigt. // Der Börsenhandel ist ein weltumspannendes Geschäft. In New York, wie auch in Tokyo oder Genf streitet man sich jeden Morgen für wenige Stunden um steigende oder fallende Aktienkurse. // Was den Eindruck eines unkontrollierten Kriegsgeschreis alter Börsenkämpfer erweckt, ist in Wahrheit ein diszipliniertes Feilschen unter Einhaltung von peinlich genauen Spielregeln. //

Communiqué_1549.pdf
Dieses Dokument wurde mit der Unterstützung von Memoriav erhalten.