Persönlich mit Annemarie Parekh und Madeleine Betschart

  • 1999-09-12
  • Dauer: 00:51:40

Beschreibung

Abstract:
Pressetext:

Tanz und Archäologie, Augenblicke und Ewigkeit. Tanz lebt vom Augenblick, Archäologie von der Ewigkeit. Wenn die Tänzerin von der Bühne abtritt, dann sind ihre Bewegungen spurlos verschwunden für immer. Die Archäologin hingegen ist auf Spuren angewiesen, auf Gegenstände, denen sie Leben einhaucht, indem sie zum Beispiel deren Verwendung erklärt. Die Tänzerin Annemarie Parekh und die Archäologin Madeleine Betschart, Leiterin des Museums Schwab in Biel, sind zu Gast bei Ruedi Helfer.
...

Sequenzen:
1. Details:
2. O-Ton Betschart:
3. Bezeichne mich nie als Direktorin. Leite kleines Team.
4. O-Ton Parekh:
5. Über ihren Beruf als Tänzerin.
6. Beschreibt ihr Tanzstudio.
7. O-Ton Betschart:
8. Beschreibt Museum Schwab in Biel. Wichtig ist Kontakt zu Leuten.
9. Über archäologische Sammlung des Museums.
10. O-Ton Parekh:
11. Will Museum besuchen. Interesse für Archäologie schon als Jugendliche gehabt. Vergleicht Tanz und Archäologie; beide graben etwas aus.
12. O-Ton Betschart:
13. Beide befassen sich mit dem Menschsein, wollen Lebensqualität bieten.
14. O-Ton Parekh:
15. Ansprüche, Wünsche und Träume der Menschen waren vor 3000 Jahren ähnlich wie heute.
16. O-Ton Betschart:
17. Menschen sind gerne kreativ. Museum soll auch Treffpunkt sein.
18. O-Ton Parekh:
19. Menschen hatten vor 3000 Jahren ähnliche Bedürfnisse wie heute. Beim Tanz in Gruppen erlebt man Gemeinschaft.
20. O-Ton Betschart:
21. Pfahlbauer hatten Bedürfnisse wie wir.
22. O-Ton Parekh:
23. Mensch hatte immer Bedürfnis nach Schönheit und Schmuck, Spiel und Ritualen.
24. O-Ton Betschart:
25. Besuche oft historische Museen und Museen für moderne Kunst. Ziel ist, Archäologie mit heutigen Themen zu verbinden.
26. Über Feuer machen damals und heute.
27. O-Ton Parekh:
28. Tanz ist Wahrnehmung des Raumes, des Klanges, der Spannung, des Rhythmus; das Gleiche passiert beim Feuer machen.
29. O-Ton Betschart:
30. Experimentelle Archäologie versucht, Weg des Entstehens eines Objekts aufzuzeigen; gelingt nicht jedes Mal. Beim Tanzen wird immer wieder idealer Bewegungsablauf gesucht.
31. O-Ton Parekh:
32. Durch jahrelanges Training erreicht man Spontaneität und Einfachheit.
33. Mitgebrachter Gegenstand: Ball. Ball löst Erinnerung an Kindheit aus.
34. O-Ton Betschart:
35. Ist nicht bekannt, ob Menschen in Bronzezeit Bälle hatten. Rad hatten sie.
36. Spekulation über Entstehung des Rades.
37. O-Ton Parekh:
38. Ball ist etwas Spielerisches, Rad erfüllt Zweck.
39. O-Ton Parekh, O-Ton Betschart:
40. Über Steinbeil, das von Ruedi Helfer mitgebracht wurde.
41. O-Ton Betschart:
42. Kann nachvollziehen, wenn jemand Scherben sammelt.
43. O-Ton Parekh:
44. Menschen hatten früher ähnliche Gefühle und Wünsche wie wir.
45. O-Ton Betschart:
46. Mensch hat Tendenz zum Sammeln. Sammle Postkarten.
47. O-Ton Parekh:
48. Bin kein Sammlertyp, deshalb entspricht mir Tanz.
49. O-Ton Betschart:
50. Wie sie zur Archäologie kam.
51. O-Ton Parekh:
52. Wie sie zum Tanz kam.
53. O-Ton Betschart:
54. Bewegung ist für mich wichtig als Ausgleich zum Beruf.
55. O-Ton Parekh:
56. Jeder Mensch kann tanzen. Tanz ist immer mit Raum, Zeit und Dynamik verbunden.
57. Gibt viele Zugänge zum Tanz.
58. Nicht alle haben Wunsch, zu tanzen. Menschen, die nicht tanzen, finden Intensität anderswo.
59. O-Ton Betschart:
60. Über mitgebrachten Gegenstand: GA [= Generalabonnement]. Bin moderne Nomadin, viel unterwegs.
61. Viele Details aus Bronzezeit sind unbekannt. Interpretation kann sich im Laufe der Zeit in Nuancen ändern.
62. Eigene Erfahrungen spielen Rolle bei Interpretationen.
63. Versuchen, Befunde und Funde sachlich zu analysieren, dann kommt Interpretation.
64. O-Ton Parekh:
65. Wunsch, dass Tanzberufe anerkannt werden.
66. O-Ton Betschart:
67. Wunsch, dass Alle Befriedigung in ihrem Beruf oder Beschäftigung finden.
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