Abstract:
Schweiz, o.O.: Kampfflugzeug für die Schweizer Luftwaffe
Sequenzbeschrieb:
o.O. (Schweiz) – Experten vor Wandtafel stehend und diskutierend
o.O. (Schweiz) – Mann vor Computer sitzend
o.O. (Schweiz) – GPL Drucker Zahlen ausdruckend
o.O. (Schweiz) – Modell Kampfflugzeug
o.O. (Schweiz) – Kampfflugzeug Draken und Mirage fliegend (Archiv)
o.O. (Schweiz) – Harrier landend und rückwärts fliegend (Archiv)
o.O. (Schweiz) – Militärflugzeug Milan in Hangar stehend
o.O. (Schweiz) – Experten Milan überprüfend
o.O. (Schweiz) – Kampfflugzeug Corsair startend
o.O. (Schweiz) – Milan startend
Payerne, VD (Schweiz) – Milan und Corsair bei Demonstrations-Flug
Communiqué:
Während Jahren nun schon sehen sich Flugfachleute vor die anscheinend schwer zu lösende Frage gestellt, für die schweizerische "Luftwaffe" neue Flugzeuge zu beschaffen. Die Auswahl ist ebenso gross wie die persönlichen und politischen Interessen sowohl der Käufer wie der Verkäufern. Selbst die letzte Demonstration der in der Auswahl verbliebenen Maschinen Milan und Corsair vermochte bis heute niemanden richtig zu überzeugen - profitieren jedenfalls wird bestimmt jemand.
Begleittext:
Flugzeugbeschaffung ist in der Schweiz ein ganz besonders heikles Thema. Wohl mangelt es vermutlich kaum an richtigen Experten, aber bei solch grossen Militärvorhaben reden nicht nur Fachleute, sondern auch Politiker mit. Interessen gibt es auf verschiedenen Seiten zu verteidigen, denn es gilt Geld und Prestige zu verdienen. // Schon in den 60er Jahren standen eine ganze Reihe von Maschinen zur Auswahl, als es darum ging, die Vampires zu ersetzen. Besonderes Interesse fand damals der schwedische Draken wegen seiner extremen Beweglichkeit und die für Tiefangriffe gut geeignete Mirage, mit der dann leider später ein politischer Skandal verbunden war. // Nur eine Maschine scheint den Experten nie einer näheren Prüfung wert gewesen zu sein, obwohl sie für unser Land wohl recht geeignet wäre: Der Senkrechtstarter und Rückwärtsflieger Harrier. // Wieviel aus den einstigen Mirage-Skandal gelernt worden ist, wird sich zeigen. Schon seit langem war ja bekannt, dass auch die Venoms abgelöst und durch modernere Maschinen ersetzt werden müssten. Sechs Jahre brauchte man, um neun Flugzeuge auf ihre Eignung als Erdkämpfer in der schweizerischen Luftwaffe zu überprüfen. // Nun, die Kommissionen haben sich endlich zu einer engsten Auswahl durchgerungen: In der Wahl bleibt das amerikanische Kampfflugzeug A - 7D Corsair und die vom Bundesrat gegen den Rat der Fachleute in die Auswahl einbezogene französische Dassault Milan, eine Mirage-Weiterentwicklung. // Es stehen 1,3 Milliarden Franken auf dem Spiel, und für dieses Geld möchte der Steuerzahler auch etwas geboten bekommen. Ein letztes Demonstrationsfliegen in Payerne sollte nochmals die beiden Flugzeugtypen von ihrer schönsten und besten Seite zeigen. Von schwachen Punkten wagt man noch nicht zu sprechen, obwohl beide Maschinen Mängel aufweisen. Besonders die Milan schien während der Prüfung vom Pech verfolgt zu sein; die Schiessübungen jedenfalls fielen alle zugunsten des Corsair aus. // Doch Entscheidungen sind noch keine gefallen. Corsair - Milan - Corsair — Milan: Das ist die Frage. Bleibt nur zu hoffen, dass nicht noch einmal, infolge Zeitmangels bei der Auswahl, eine überstürzte Entscheidung getroffen wird, die letztlich zu einem Skandal führen muss. //
Communiqué_1512.pdf