Appenzeller Senntumsmalerei (0895-3)

  • deutsch
  • 1959-12-04
  • Durée: 00:03:22

Description

Abstract:
Schweiz, o.O., AI: Porträt zum Tod von Senntummaler Johann Baptist Zeller

Sequenzbeschrieb:
o.O., AI (Schweiz) – Schwenk über verschneiten Säntis und Alpstein
o.O., AI (Schweiz) – AA Bauernhaus
o.O., AI (Schweiz) – Inschrift auf Dachunterseite
o.O., AI (Schweiz) – Bilder auf Türfüllungen
o.O., AI (Schweiz) – naive appenzellische Bauernmalerei
o.O., AI (Schweiz) – Senntummalerei-Bilder von Johann Baptist °Zeller
o.O., AI (Schweiz) – IA Wohnstube mit Arbeitsplatz von °Zeller
o.O., AI (Schweiz) – Vorlage für Melkeimer-Bödeli
o.O., AI (Schweiz) – strickende °Witwe Zeller, in Buch über Appenzeller Senntummalerei blätternd
o.O., AI (Schweiz) – Bildnis malender Zeller von Sibylle °Neff
o.O., AI (Schweiz) – Neff an Bödeli arbeitend
o.O., AI (Schweiz) – malender Josef Manser in Wohnstube
o.O., AI (Schweiz) – Werkbeispiele Manser

Communiqué:
Ein Farbenfilm über eine der reichsten und liebenswürdigsten Erscheinungen der schweizerischen Volkskunst. Ein Besuch im Hause des "letzten", vor kurzem verstorbenen Senntumsmalers, Johann Baptist Zeller in Appenzell. Ein tröstlicher Ausblick: Zeller hatte eine Schülerin, und auch sie ist nicht die einzige, die im Appenzellerland die Tradition der Senntumsmalerei noch lebendig erhält.

Begleittext:
Zu Füssen der Säntiskette, im Appenzellerland, liegen die einzelnen Bauernhöfe weit über die Berge und Hügel verstreut. / Und in vielen dieser einsamen Gehöfte sind noch die Zeugen einer besonders reizvollen Volkskunst zu sehen, die ihren Ursprung in der Möbelmalerei hat. Die schönsten dieser Bilder auf Türfüllungen wurden im 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts gemalt; / aus ihnen entwickelte sich das selbständige Tafelbild, auf dem die Sennen ihre Trachten und Bräuche darstellten, die zum Alpaufzug gehören. Diese im 19. Jahrhundert blühende appenzellische Bauernmalerei hat in ihrer naiv künstlerischen Anmut in der Schweiz nicht ihresgleichen. / Aber nicht nur im 19. Jahrhundert. Bis in unsere Zeit hinein lebt diese Volkskunst frisch und unverdorben. Was wir hier sehen, wurde vor wenigen Jahren von einem früheren Bauern, Johann Baptist Zeller, gemalt. / Heute freilich ist sein Stuhl leer; er hat im hellen Herbst des Jahres 1959 sein Malzeug für immer niedergelegt. / Seine letzte Arbeit sollte ein "Bödeli" für einen Melkeimer sein, wie die Sennen ihn auch heute noch zur Tracht beim Alpaufzug tragen wollen; Johann Baptist hat viele solcher „Bödeli“ mit anmutigstem Leben gefüllt. / Frau Zeller ist mit ihren Erinnerungen allein zurückgeblieben. In einem vor kurzem erschienenen Buch über die Appenzeller Senntumsmalerei findet sie Wiedergaben von Bildern ihres Mannes, deren Entstehung sie miterlebt hat. / Die Originale sind bei Bauern oder bei Sammlern, auch sein letztes, kurz vor seinem Tode gemaltes Bild. / War Johann Baptist Zeller der letzte Senntumsmaler? Nein, die Hand, die ihn hier porträtiert hat, malt in seinem Geiste weiter. / Der jungen Bauernmagd Sybille hat der alte Zeller seine Pinsel und Farben und seine liebe kleine Kunst vermacht - und das Mädchen füllt alten Brauch mit stets sich erneuernden Gestalten. / Was Sybille malt, ist heutige appenzellische Wirklichkeit; das Sennenleben ist hier farbig und kunstfreundlich geblieben. / Und noch in manchem der einsamen Höfe holt der Bauer an den Winterabenden sein Malzeug hervor - wie hier der kräftige Manser - um seine eigene, vertraute Welt auf die Tafel zu bannen. / Er malt nicht für's Museum. / Er malt für seine Nachbarn, die Sennen, die mit neu geschmücktem Geschirr im nächsten Frühling zur Alp ziehen werden. /

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