Gefährliche Abhängigkeit (1587-1)

  • tedesco
  • 1974-01-04
  • Durata: 00:05:47

Descrizione

Abstract:
Schweiz: Einschränkungen beim Energie-Verbrauch wegen Erdölkrise

Sequenzbeschrieb:
(o.O.) – Erdöl-Tanklager
(o.O.) – Autoverkehr
(o.O.) – Autofriedhof
o.O. (Schweiz) – Laufende Zähler an Tanksäule
o.O. (Schweiz) – Plastik-Herstellung in Fabrik
o.O. (Schweiz) – rauchende Kamine
o.O. (Schweiz) – Männer Geschwindigkeits-Tafel an Autobahn überklebend
o.O. (Schweiz) – Mann in Garage gehamstertes Benzin aus Kanister in Autotank füllend
o.O. (Schweiz) – Kundin in Lebensmittelgeschäft Einkaufswagen mit Speiseöl-Flaschen füllend
o.O. (Schweiz) – Erdöl-Bohrturm
o.O. (Schweiz) – Schwenk Fluss auf Atomkraftwerk

Communiqué:
Realisation Werner Zeindler Auch ohne den Nahostkonflikt hätten wir unseren hemmungslosen Energiekonsum früher oder später einschränken müssen. Wir haben uns damit abzufinden, dass auf allen Gebieten Einsparungen unumgänglich sein werden. Die verfügten Sparmassnahmen zeigten hirnverbrannte Blüten Einzelner, wie sinnloses Hamstern und kurzlebige Erfindungen. Am Beispiel Erdöl zeigt sich, wie stark unsere Abhängigkeit von einem einzigen Energieträger sein kann. Die Suche nach eigenen Energiequellen könnte uns erlauben, das Erdöl zu ergänzen. Es genügt nicht, allein den Oel-Verbrauch zu verringern. Auch der Produktion von Elektrizität sind sehr enge Grenzen gesetzt.

Begleittext:
Die Energieverknappung ist keineswegs über Nacht gekommen - sie ist uns nur über Nacht bewusst geworden. // Auch ohne Nahostkonflikt hätten wir unseren hemmungslosen Energiekonsum ohnehin früher oder später einschränken müssen. Wir haben uns damit abzufinden, dass auf allen Gebieten Einsparungen unumgänglich sein werden. Der momentane Vorrat ist zwar gewährleistet, doch wird sich die heutige Situation noch verschlechtern, weil sich die Drosselung der Erdöllieferungen aus den Nahoststaaten erst bemerkbar machen wird. // Gewisse ölproduzierende Länder verlangsamen die Förderung, um - nach ihren Aussagen - die vorhandenen Oelvorräte im Boden zu strecken. // Diese Einschränkungen haben unsere Situation so verschärft, dass über geeignete Sparmassnahmen verfügt werden musste. // In solchen Situationen kann die Rationierung von Treib- und Brennstoffen jederzeit in Kraft gesetzt werden. // Dummheit, Engstirnigkeit und egoistische Sorge des Einzelnen um sein eigenes Wohl treiben selten so hirnverbrannte Blüten wie in Zeiten des Mangels. Sinnlos wird gehamstert, - ohne dabei an mögliche Auswirkungen zu denken. // Und kurzlebige Erfindungen werden gemacht, - in der Hoffnung, komplizierte Fragenkomplexe auf einfache Art lösen zu können. // Ein grosser Teil unserer Wirtschaft ist auf dem Rohstoff Erdöl aufgebaut. Der Kunststoff und seine Produkte wurden für uns zu Lebensnotwendigkeit. // Die einseitige Abhängigkeit vom Rohstoff Erdöl ist für unsere Existenz gefährlich. Die Einschränkungen der Lieferungen hat auch eine ganze Anzahl von Schweizern zum gewinnträchtigen Spekulieren verleitet. Wir werden nie wieder die Menge Erdöl bekommen, die wir gerne haben möchten. Es gilt weiterzudenken. Die Abhängigkeit von einem einzigen Energieträger muss überwunden werden. Die Suche im eigenen Land und die Herstellung eigener Energien könnte uns erlauben, das Erdöl zu ergänzen. // Die Schweiz braucht Erdöl hauptsächlich zur Gewinnung von Wärme. Wärme kann aber auch durch die Kernspaltung im Atomkraftwerk erzeugt werden. // Die Lage zwingt uns, bedingungslos zwischen Notwendigem und Ueberflüssigem zu unterscheiden. Es genügt nicht, allein den Verbrauch des Rohstoffes Erdöl zu verringern. Auch der Produktion von Elektrizität sind sehr enge Grenzen gesetzt. //

Communiqué_1587.pdf
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