"City Bluechips - Wohnen im Alter"

  • tedesco, dialetto, svizzero tedesco
  • 1994
  • Durata: 00:30:10

Descrizione

Thema der Dokumentation von Pro Senectute ist das Wohnen im Alter. Zentral ist in der Sendung der Begriff der „Wohnungsanpassung“, d. h. das Umbauen der Räumlichkeiten in eine für gebrechliche Menschen taugliche Wohnstätte. Dazu werden verschiedenste Perspektiven eingenommen: Vom Ehepaar Ott, das eine solche Wohnungsanpassung bereits hinter sich hat über den Architekten Hürlimann, der auf solche Umbauten spezialisiert ist bis zu einer Diskussionsrunde mit der Architektin Tilla Theus und dem Pro Senectute-Beauftragten Renato Valoti, welche langfristige Lösung für das Wohnen im Alter suchen.
Sequenzbeschreibung: 00:00:00 „S Plus“-Countdown
00:00:10 Animiertes „City Bluechips“-Logo (Treppen)
00:00:26 Seniorenchor beim Üben (Filmszene aus „Il Bacio di Tosca“ von Daniel Schmid)
00:00:48 Der Moderator Markus Schärli führt an das Thema der Sendung, „Wohnen im Alter“ heran
00:01:18 Passanteninterviews auf der Strasse zur Frage, ob sie sich schon überlegt hätten, wo sie im Alter einmal wohnen möchten
00:02:21 Der Moderator fasst das Resultat der Umfrage zusammen: Niemand möchte im Alter ins Altersheim. Aber: Im Alter ist alleine wohnen viel komplizierter
00:02:38 Laub auf der Strasse: Hedwig Truht, ehemalige Tänzerin und Schauspielerin, geht am Stock langsam die Stufen zur Haustüre hinauf. Ihre Einkaufstasche muss sie immer wieder abstellen. Obwohl tägliche Spaziergänge für sie selbstverständlich sind, hat sie manchmal Mühe mit dem Gehen und dem Aufschliessen der Türe
00:04:05 Moderator Schärli: Meist ist es nicht der Aufwand, sondern die die Gewohnheit, die alte Menschen davon abhält, die bisherige Wohnsituation zu verändern. Dies ändert sich meist erst nach einem Schicksalsschlag: Ein Bericht von Beatrice Müller und Dominik Landwehr
00:04:33 Adolf und Ida Ott beim Spaziergang. Herr Ott ist nach einer Hirnblutung gelähmt und sitzt im Rollstuhl. Ihr ebenerdiges Haus macht es ihnen glücklicherweise möglich, zu Hause zu bleiben. Dennoch musste Frau Ott das Haus rollstuhlgängig machen, was für das Ehepaar, das sehr aneinander hängt, enorm wichtig war
00:07:36 Der Architekt Matthias Hürlimann beschäftigt sich mit den speziellen Bedürfnissen beim Wohnen im Alter. Er hat auch dem Ehepaar Ott beim Umbau zur Seite gestanden. Er erklärt kurz die Veränderungen, die im Haus des Ehepaars Ott gemacht wurden
00:08:22 Die Veränderungen im Haus Ott werden gezeigt, Frau Ott hilft ihrem Mann vom Rollstuhl aufs Bett
00:09:15 Der Architekt erklärt den Badzimmer-Umbau der Otts und äusserst sich zu Schwierigkeiten im Allgemeinen beim Wohnungsumbau
00:10:07 Stichwort „Kosten“: Die Otts haben alles selbst finanziert. Vor dem Pensionsalter gibt es eine Invalidenversicherung, die einen Teil der Kosten übernimmt, leider fällt diese mit dem Zeitpunkt der Pensionierung weg.
00:10:51 Das Ehepaar Ott im Alltag. Beiden ist klar, dass vieles vom Gesundheitszustand von Ida abhängt
00:12:09 Moderator Schärli: Studie „Wohnungsanpassung“ von Pro Senectute zur grossen Wirkung von kleinen Veränderungen in der Wohnung
00:12:23 Die Studie möchte Personen, die in der Altersarbeit tätig sind , sensibilisieren. Gezeigt werden Graphiken.
00:14:16 Die Studie wurde unter anderem Sozialarbeiter Heinz Burgstaller vorangetrieben. Er arbeitet für die Pro Senectute und hat modellhafte Situationen (Einfamilienhaus, Mehrfamilienhaus, Überbauung) untersucht. Die Studie wurde mit grossem Interesse verfolgt. Fazit: Die Dienstleistung „Wohnungsanpassung“ wird momentan noch völlig unterschätzt und ist ein Thema der Zukunft. Die Behörden können, obwohl interessiert, die Betroffenen nicht wirklich unterstützen
00:15:58 Burgstaller über Grenzen: Erstens der Wille zur Wohnungsveränderung bei den Betroffenen, zweitens geringer Bekanntheitsgrad und mangelnde Koordination, drittens zusätzliche Hilfe wie Spitex, etc. muss bei sehr gebrechlichen Personen vorhanden sein
00:16:45 Moderator Schärli: Merkblatt „wohnen“ kann zugeschickt werden.
00:17:24 Im Studio: Moderator Schärli, Renato Valoti (zuständig für die ambulanten Dienste Pro Senectute) und Tilla Theus (Architektin, spezialisiert auf Altersheime). Theus: Wer wann ins Altersheim muss/soll, ist sehr individuell. Valoti: Alter hat persönliche und gesellschaftliche Bedingungen, es gibt verschiedene gleichwertige Alternativen, die jeweils je nach Person zum Zug kommen
00:19:29 Frage nach Mängeln in der Palette. Theus: Die Menschen sollten sich wohler fühlen können. Valoti: In der Versorgungskette hat sich einiges zum Positiven geändert.
00:21:02 Frage nach erfolgten Verbesserungen. Theus: Pflegezentren sollten kleinräumig, wie im Dorf bereits erfolgt, gebaut werden, um eine Entwurzelung zu vermeiden. Valoti: Man soll sich davor in Acht nehmen, den Lebensstil von alten Menschen zu bewerten. Für ihn ist zentral ist die Verkoppelung von Raum- und Altersplanung
00:24:16 Frage nach Realisierbarkeit Heimatsgefühl vermittelnden Altersheimen. Theus: Verkoppelung mit Raumplanung eher unrealistisch (zu lange Dauer), man sollte bereits vorhandene Möglichkeiten aus- und umbauen. Valoti: Die Erfahrung hat gezeigt, dass kleine Pflegeeinheiten (Quartier) den Bedürfnissen entsprechen. Zukunft: Individuelle, flexible, fantasievolle Lösungen, die kleinräumig machbar sind
00:26:26 Frage, ob früher beim Bauen ans Alter gedacht werden sollte. Valoti: Klares Ja, „Wohnanpassung ist eigentlich ein Notbehelf“. Theus: Heutzutage ist das normal, auch wegen behinderten Menschen, problematisch ist allerdings der Bau von Einfamilienhäusern, weil jeder machen darf, was er möchte
00:27:31 Frage an Theus, ob das Miteinplanen des Altwerdens ihre Arbeit behindert. Theus: Hätte früher noch ja gesagt, hat aber nach Unfall gelernt, wichtig die Rücksichtnahme auf körperlich gebrechliche Menschen beim Bauen ist. Es gehe, so die Architektin, ja nicht nur ums Alter, sondern allgemein um körperlich schwächere Menschen. Valoti: Pflichtet bei
00:28:50 Schlusswort des Moderator Schärli, er fordert den Zuschauer zum Selbstversuch auf, man solle sich mit Hilfsmitteln (Gewichte, Ohrstöpsel, etc.) körperlich einschränken, um die Alterstauglichkeit der Wohnung zu testen. Theus: Auch Möbel können zum Hindernis geraten. Moderator: Bedankt sich bei seinen Gästen für die Teilnahme
00:29:54 Abspann
00:30:19 Ende
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