Wallis - Heimat meiner Wahl. Auf den Spuren von Menschen, die im Wallis ihre zweite Heimat fanden

  • 1960
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___Ansage___
Wir Nicht-Walliser sind immer wieder überwältigt von den Schönheiten dieser Landschaft des Wallis, sind fasziniert vom unerklärlichen Reiz, der uns hier immer wieder gefangen nimmt. Davon soll jetzt die Rede sein. Aber nicht im schwärmerischen Ton der touristischen Werbung. Vielmehr wollen wir hören, wie Nicht-Walliser das Wallis erlebt haben. Ausländer, die sich vorübergehend hier aufhielten oder hier ein Refugium oder gar eine zweite Heimat fanden.
Lebende sollen selber zu Worte kommen, von den Verstorbenen wird Albert Carlen berichten.
___Details___
o\ Carlen:
l\ 03.14 Überblick über Geschichte des Durchgangslandes Wallis. Frühes Zeugnis eines Durchreisenden: Fürst Metternich.
l\ 06.40 Zu Rousseau: Briefe aus dem Wallis, Nouvelle Héloïse. Albrecht von Haller.
l\ 09.05 Goethe-Briefe.
l\ 14.39 Zeugnisse von François René de Chateaubriand, Cooper und Dumas.
l\ 18.59 Jules Verne im Wallis.
l\ 21.36 Zum berühmten Casino in Saxon. Hier wurden grosse Opern aufgeführt. Hier hielt sich auch Dostojewski auf.
l\ 31.14 Zu Rodolphe Toepffer und seinen Aufenthalten im Wallis. Theateraufführung in Stalden.
l\ 36.44 Maler im Wallis.
l\ 37.43 Rainer Maria Rilke in Muzot bei Sierre. Für ihn bedeutete Wallis Vereinigung von Provence und Spanien.
l\ 48.10 Zu Rudolf Kassner, der in Sierre lebte.
o\ Daetwyler:
l\ 52.37 (Weshalb in Ihrer Musik so viele Pfeifer und Trommler?) Ist die rechte Musik der Schweizer. Gerade die Walliser, schon seit dem 13. Jahrhundert.
l\ 52.59 Bin 1939 kurz vor dem Kriegsausbruch ins Wallis gekommen. Fand Wallis ein schönes Land und blieb. Liess mich beim Komponieren von hiesiger Volksmusik inspirieren. Walliser sind sehr interessante Menschen. Wallis hat in 15 Jahren enormen Wandel erlebt.
l\ 56.04 Um aussagekräftige Musik zu schaffen, muss Komponist in einem Land richtig verwurzelt sein. Andernfalls wird Musik fade, farblos.
l\ 57.30 Fühle mich den Leuten nahe, die wirklich noch etwas zu sagen haben. Walliser hat von allen Schweizern noch am meisten Charakter. Walliser fühlt sich überall auf der Welt in erster Linie als Walliser und kann es sich nirgends ohne Fendant vorstellen. Er konstruiert sich selber.
o\ Carlen:
l\ 62.02 Zu Ferdinand-Otto Wolf, der als Musiklehrer in Brig und Sitten wirkte. Daneben auch als Naturforscher tätig. Mehr als ein Dutzend Blumen sind nach ihm benannt. Schuf Walliser Landeshymne.
o\ Zuckmayer:
l\ 65.00 Zur Spannung zwischen Heimat und Weltbürgertum. Heimat ist Wurzel, Weltbürgertum Lebensform. Kann im Leben mehrere Heimaten haben, aber doch immer dasselbe bleiben. Bin schliesslich hier oben im Wallis gelandet, wo ich den hoffentlich noch langen Rest meines Lebens zu verbringen gedenke.
l\ 67.31 Zu seiner multikulturellen Wohnungseinrichtung in Saas Fee.
l\ 69.12 Empfand Wallis als usprünglichsten und unverfälschtesten Landesteil der Schweiz, was sich auch auf die Bevölkerung bezieht. Beim Oberwallis hat sich dieser Eindruck noch verstärkt. Starkes Gemeinschaftsgefühl, einfaches Gemeindeleben.
l\ 70.23 Zum Walliser Dialekt.
l\ 71.23 Trotz boomendem Tourismus ist Grundrhythmus des bäuerlichen Lebens immer noch vorhanden und wird es wohl auch bleiben.
l\ 73.35 Habe Erzählung in Arbeit, die hier im Wallis spielt.
o\ Carlen:
l\ 66.24 Über Edzard Schaper und die Gründe, weshalb er sich im Wallis niederliess.
o\ Schaper:
l\ 78.13 Goms ist ein Tal, in dem das Dichten gedeihen kann. Habe immer zweite Wohnung, eine Zuflucht gehabt, wo meine geistige Arbeit gedieh. Münster und das Haus, wo ich lebe, ist ganz besonders glücklicher und gesegneter Ort.
l\ 80.09 Bin kein Pensionär des Lebens und nicht hierher in Ruhestand gekommen. Jedem Alter ist ein bestimmter Wohnort gemäss, Folge einer geistigen Entwicklung. Gründe, weshalb er gerade im Wallis Wohnsitz genommen hat.
l\ 82.27 Zur Frage, inwiefern das Wallis sein Werk beeinflusst, und zu den Vorzügen seiner jetzigen Heimat. Hier noch eine deutschsprachige, geschlossene geistige Welt vorhanden, Homogenität des Glaubens.
l\ 83.58 Über das Charakteristische der gegenwärtigen Zeit und die Welt des Glaubens. Bin als Schreibender völlig allein und will es auch sein. Feierliche Stille dieses Tales für mich unentbehrlich geworden.
l\ 86.25 Umschreibt, was für ihn Heimat bedeutet. Schätze mich glücklich und bin dankbar, von den Menschen in Münster zum Ehrenbürger aufgenommen worden sein. Da ist Kommunikation vorhanden. So gesehen lebe ich in Heimat der Wahl. Doch die Wahl haben die andern getroffen, ich bin der Beschenkte!
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